un—realized Art Prize: Vision, Leitung & Aufbau / Till Könneker, 2025/26 www.un-realized.ch
D: Der un—realized Art Prize ist ein neu initiierter Schweizer Kunstpreis, der das unsichtbare Potenzial der künstlerischen Idee ins Zentrum stellt. Im Gegensatz zu traditionellen Auszeichnungen macht dieser Preis Konzepte sichtbar, die oft nur im Kopf existieren oder aufgrund ihrer Radikalität bisher unrealisiert blieben.
Neben dem Konzept und Aufbau des Preises habe ich auf Wunsch der Stiftung Bilasauch die Rolle als Direktor und Leiter des Preises übernommen.
In enger Zusammenarbeit mit der Initiantin Irène Blaser-Dubler und der Stiftung Bilas habe ich das gesamte Fundament für diesen nationalen Preis entwickelt und aufgebaut. Auf Wunsch der Stiftung Bilas habe ich auch die Rolle als Direktor und Leiter des Preises übernommen. In dieser Rolle verantworte ich die strategische Ausrichtung sowie die operative Umsetzung:
Konzeptionelle Entwicklung: Idee, das Thema und das inhaltliche Konzept für den Preis wurde von Grund auf entworfen und mit der Stiftung Bilas abgestimmt.
Struktureller Aufbau: Dazu gehörte der Aufbau der gesamten Preisstruktur, die Definition der Sprache und Texte sowie die Erstellung eines langfristigen Plans, um den Preis nachhaltig als feste Grösse in der nationalen Förderlandschaft und der Kunstwelt zu etablieren.
Netzwerk & Partner: Die hochkarätige Fachjury habe ich in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Arden Surdamzusammengestellt. Die visuelle Gestaltung wurde in Zusammenarbeit mit Studio Fluxumgesetzt, während ich für die nationale Kommunikation und PR die Agentur Neutral Zürich zum Projekt geholt habe.
Ziele und Vision
Der Preis versteht Kunst nicht nur als fertiges Objekt, sondern als lebendige Praxis. Unser Ziel ist es, eine bisher bestehende Förderlücke zu schliessen, indem wir den Fokus auf das künstlerische Potenzial der Idee legen. „Unrealisiert“ bedeutet für uns nicht zwingend eine fehlende Finanzierung; es kann die Konsequenz einer so radikalen Vision sein, dass sie herkömmliche Rahmen sprengt. Wir fördern das Potenzial des Unvollendeten als eigenständige künstlerische Form.
Erfolg der ersten Ausgabe 2026
Die erste Durchführung im Jahr 2026 übertraf alle Erwartungen. Mit 268 validen Einreichungen aus der ganzen Schweiz wurde bestätigt, dass wir mit dem Thema zur richtigen Zeit einen Nerv getroffen haben. Dieser Erfolg motiviert uns, den un—realized Art Prize ab 2027 jährlich in wechselnden Schweizer Städten zu realisieren und weiterzuentwickeln.
Die Auswahl der Shortlist-Projekte erfolgt durch eine unabhängige Fachjury:
Mitchell Anderson (Künstler)
Tasnim Baghdadi (Co-Leitung Migros Museum für Gegenwartskunst)
Jasmine Gregory (Künstlerin)
Prof. Dr. Chus Martínez (Kunsthistorikerin und Kuratorin)
Oskar Weiss (Galerist & Verleger)
E: The un—realized Art Prize is a newly initiated Swiss art prize that places the invisible potential of the artistic idea at its center. Unlike traditional awards, this prize makes visible concepts that often exist only in the mind or have remained unrealized due to their radical nature.
In addition to the conceptual and structural development of the prize, I assumed the role of Director and Head of the Prize at the request of the Bilas Foundation. Working closely with initiator Irène Blaser-Dubler and the Bilas Foundation, I developed and built the entire foundation for this national award. In this role, I am responsible for the strategic direction as well as the operational implementation.
Conceptual Development: The idea, theme, and core content for the prize were designed from scratch and coordinated with the Bilas Foundation.
Structural Setup: This included building the entire prize structure, defining the language and texts, and creating a long-term plan to establish the prize sustainably as a permanent and relevant fixture in the national funding landscape and the art world.
Network & Partners: I assembled the high-caliber expert jury in collaboration with artist Arden Surdam. The visual design was implemented in cooperation with Studio Flux while I brought the agency Neutral Zürich on board for national communication and PR.
Goals and Vision
The prize views art not just as a finished object, but as a living practice. Our goal is to close a previously existing funding gap by focusing on the artistic potential of the idea. For us, "un-realized" does not necessarily refer to a lack of funding; it can be the consequence of a vision so radical that it bursts conventional frameworks. We promote the potential of the unfinished as an independent artistic form.
Success of the First Edition 2026
The inaugural edition in 2026 exceeded all expectations. With 268 valid submissions from across Switzerland, it was confirmed that the theme struck a chord at the right time. This success motivates us to consistently develop the un—realized Art Prize and to implement it annually in changing Swiss cities starting in 2027.
The shortlist projects are selected by an independent expert jury:
Mitchell Anderson (Artist)
Tasnim Baghdadi (Co-Director, Migros Museum für Gegenwartskunst)
Jasmine Gregory (Artist)
Prof. Dr. Chus Martínez (Art Historian and Curator)
Oskar Weiss (Gallerist & Publisher)
JETLAG is pleased to present, UPROOT, a collaborative exhibition by Alessandro Rolandi and Arden Surdam, organized by Till Könneker and hosted by Hella Studios. For their first Bern-based show, Rolandi and Surdam will present site-specific installations in the tower of the Viktoria fire station. The artists expand on their parallel experience of relocating to Switzerland, negotiating the physical and emotional phenomena of being uprooted. By incorporating displaced materials or capturing similarly foreign Bernese subjects, UPROOT invites viewers to consider the oddities associated with finding oneself in an alien location. Installations are featured on all five floors of the building. Engaging with the unique architecture of the now defunct station, the artists generate sensorial environments through site, smell, and sound. Each level proposes a moment of fragmentation in an attempt to encapsulate the bizarre feelings of dislocation or longing. Through uprooted subjects, Rolandi and Surdam ask us to reflect on the occasionally violent acts of displacement and why we insist on imposing habitual transference on the natural environment or one another.
Idee, Konzept, Booking und Art Direction der 3K Show 2020 mit dem Thema "Berner Kultur" im Kursaal Bern in Zusammenarbeit mit Def Kallen. Eine Auswahl von 10 ganz verschiedenen Berner Acts wurde von Rainer Maria Salzgeber präsentiert, die Reihenfolge wurde zufällig durch das Publikum gewählt. Ziel war es die Vielfältigkeit der Berner Kultur zu zeigen. Mit dabei waren Mario Batkovic, The High Horse, Baze, Slädu, Jessiquoi, Raphael Urweider, Andreas Schaerer, Herr & Frau Schneuwly und das Wäber-Chörli.
Bei der verrückteste Live-Show der Schweiz führt Dominik Gysin als Showmaster im Stil der klassischen Late durch den Abend immer im Hin und Her mit seinen Sidekicks Gisela Feuz, Raphael Urweider und Matto Kämpf. Auch Spezialkräfte wie Kaspar Weiss, King Pepe, Dennis Schwabenland oder Baze werden immer wieder die Show aufmischen. Dazu sorgt die Showband für den satten Late Night Sound.
Mit diesem Projekt möchte ich eine Lücke im kulturellen Angebot schliessen. Die Kombination verschiedener Elemente wie Talk, Spiel, Konzert, Comedy und Improvisation stellt eine Alternative zum bestehenden Angebot dar und wird als Late Night Show einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Die Show schlägt Brücken zwischen verschiedenen Altersklassen und Kulturszenen.
Die Stärke der „Too Late Show“ liegt im direkten Dialog mit dem Publikum. Moderator und Sidekicks folgen keinem komplett einstudierten Programm. Sie improvisieren, interagieren mit der Menge und überzeugen mit Charme, Humor und Spontanität.
Ich bin überzeugt das die Zuschauer heutzutage ungekünstelte Unterhaltung wollen die einem das Erlebnis bietet bei etwas echtem dabei zu sein was nicht bis zuletzt durchgeplant ist und immer auch unerwartetes passieren kann.
Die Show in der Turnhalle Bern war bisher immer ausverkauft, nicht zuletzt wegen den spannenden Gäste die immer wieder in der Show auftreten wie: Adolf Ogi, Bubi Rufener, Müslüm, Pablo Nouvelle oder Reverent Beat-Man.
www.toolateshow.ch
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www.instagram.com/too_late_show
Realisiert mit Olivia Kaufmann
Photos by Rob Lewis
Der Hauptsitz ist eine Kombination aus Kulturort, Coworking Space und Wohnzimmer. Ein Treffpunkt für sozialen und kulturellen Austausch. Mit einer Patenschaft wird der Hauptsitz zu deinem Wohnzimmer mitten in der Stadt. Ob Kaffee, Internet oder ein Whisky aus der kleinen Bar. Für die Paten ist alles inklusive.
Im Hauptsitz wird palavert, gearbeitet, gelesen, gespielt oder einfach das Handy aufgeladen. Jeden Monat gibt es ein Kultur Blind Date: Zeit und Ort sind bekannt – was passiert, wird vorher nicht verraten. Ob Theater, Musik, Performance oder Literatur… Das Kultur Blind Date lässt Raum für Neugier und Überraschung.
Der Hauptsitz an der Grabenpromenade in Bern
www.derhauptsitz.ch
Photos by Rob Lewis
Unterstützungskonzept des Amt für Ermöglichung / 2021
Das «Netflix-Abo» für Kultur ermöglicht, Kunst im Voraus zu unterstützen. Weniger als der Preis einer Tasse Kaffee pro Tag für Kunst und Kultur ist nicht viel, doch ein kleiner Betrag kann Grosses bewirken.
Die Anzahl der unterstützten Arbeitsphasen hängt von der Menge der Tassen-Abos ab. Durch den AFE Förder-Pool werden bis zu 42 Arbeitsphasen von professionellen Kunstschaffenden mit bis zu CHF 500.- unterstützt. Damit wird eine freie, unabhängige und vielfältige Kulturlandschaft ermöglicht.
Die Kulturtasse ist ein solidarisches Abo für Kultur. Jeden Monat wird an alle Kulturschaffende der gleiche Betrag vergeben. Ziel ist es, eine nachhaltige und unbürokratische Förderung zu etablieren ohne den Kunstschaffenden zu viel kostbare Zeit zu rauben.
An electronic window connects cities, people and cultures. (Concept 2007)
The goal is to overcome mental and emotional borders caused by feelings of foreignness and lack of knowledge. To most nations, one's identity and culture are supreme. Thereby political and geographical borders become mental and emotional borders to people. To overcome timidity of foreignness the similarity of the diversity should be highlighted.
If people can symbolically meet directly through the digital window they will have the chance to recognize themselves in one other.
Gemeinsam mit Simon Rudaz entwickelte ich 2010 dieses visuelle Konzept für den Kultur-und Gastroveranstalter Kain&Gabel.
Kain&Gabel sucht und schafft Berührungspunkte und Synergien der drei Bereiche schauen, hören und schmecken. Die Themen sind frei und müssen nicht den üblichen Mustern folgen. Diese Berührungspunkte bezeichnen Momente, Orte, Gelegenheiten, an denen verschiedene Sinne aktiviert werden.
Dieses Bühnen-Konzept welches ich 2009 entwickelte war auch die gedankliche Grundlage für das später realisierte Projekt Der Hauptsitz.
Das Gefäss sollte kein Theater im herkömmlichen passiven sinne sein. Es ist vielmehr ein offenes Konzept, eine Spielfläche für vielseitige Interventionen. Die Grundidee des Gefässes spiegelt sich in einem völlig neuen und Inspirierenden Bühnenkonzept wieder. Es gibt keine Frontale Bühne und keine Stühle. Die Spielflächen sind in den Boden eingelassen, viele untereinander verbundene von oben einsehbare Räume können frei und individuell bespielt werden. Die Besucher suchen sich ihre eigenen Perspektiven und bewegen sich aktiv zwischen den Spielräumen.
Immer öfter verschwindet Kunst als Anlagerohstoff in dunklen Lagern und kommt nur für den Wiederverkauf wieder ans Licht. Es ist mir desshalb wichtig zu zeigen, dass jeder, auch mit kleinem Budget, Kunst kaufen und sammeln kann. Auch aus eigener Erfahrung erlebe ich, dass oft gerade die jungen und unbekannteren KünstlerInnen zu wenig Unterstützung und Aufmerksamkeit bekommen. Junge KünstlerInnen brauchen junge KunstsammlerInnen!
Daher öffnete ich meine Wohnung eine Woche lang der Öffentlichkeit.
Die Wohnung selber wird zum Ausstellungsobjekt und zeigt zeitgenössische
Kunst in ihrer natürlichen Umgebung.
Mein wunsch ist eine lebendige, subversive und selbstständige Galerien-
und Ausstellungslandschaft in der Schweiz.
Am 2. Mai 2009 um 18h war die Vernissage der ersten Home=Gallery.
Artists: 7teen a.k.a Dennis Hayes (US) - Agnes Fischer (CH) - Arbito (US)
Anker Crew (CH) - Brandt Botes (ZA) - Dan May (US) - Gernot Bubenik (DE)
Kristian Olson (US) - Microbot (CH) - Michael Fuchs (DE) - Doelu Deluxe (CH)
Till Könneker (CH) - Rik Catlow (US) - Rob Lewis (CH) and more